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Wie verkauft man ein Haus? Der komplette Ablauf in 7 Schritten

Veröffentlicht
23.02.2026
Lesedauer
7 Minuten
Wie verkauft man ein Mehfamilienhaus?

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Sie möchten Ihr Haus verkaufen, wissen aber nicht genau, wie der Ablauf ist? Keine Sorge – ein Hausverkauf folgt klaren Schritten. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wie ein Immobilienverkauf abläuft, wie lange er dauert und welche Unterlagen Sie benötigen. So sind Sie optimal vorbereitet.

Wie läuft ein Hausverkauf ab? Die 7 Schritte im Überblick

Ein Hausverkauf folgt oft einem klaren Ablauf. Von der ersten Vorbereitung bis zur Schlüsselübergabe vergehen in der Regel drei bis sechs Monate. Wie lange es tatsächlich dauert, hängt von Faktoren wie Lage, Preis und Nachfrage ab.

Damit Sie den Überblick behalten, haben wir den Verkaufsprozess in sieben Schritte unterteilt:

  1. Vorbereitung: Unterlagen wie Grundbuchauszug, Energieausweis und Baupläne zusammenstellen
  2. Bewertung: Den realistischen Marktwert Ihrer Immobilie ermitteln
  3. Preisfindung: Einen strategischen Angebotspreis festlegen
  4. Vermarktung: Exposé erstellen, Fotos machen, Anzeigen schalten
  5. Besichtigungen: Interessenten durch die Immobilie führen
  6. Verhandlung: Angebote prüfen und den passenden Käufer auswählen
  7. Abschluss: Notartermin, Kaufvertrag und Schlüsselübergabe

Im Folgenden erklären wir jeden Schritt im Detail.

Schritt 1: Vorbereitung und Unterlagen zusammenstellen

Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen möchten, startet der Ablauf mit der Planung, denn: eine gute Planung ist das A und O – das gilt es auch beim Hausverkauf. Sammeln Sie Unterlagen schrittweise, idealerweise Wochen oder Monate vor Vermarktungsstart. Prüfen Sie die Vollständigkeit frühzeitig und holen Sie fehlende Dokumente gegebenenfalls ein. 

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Grundbuchauszug (Nachweis über Eigentum und Belastungen)
  • Energieausweis
  • Baupläne/Bauzeichnungen
  • (Bemaßte) Grundrisse
  • Nachweise zu Lasten (z. B. Dienstbarkeiten), Versorgungsdienstleistungen, Grundbuchdaten
  • Bau-/ Sanierungsnachweise und ggf. Belege zu Renovierungen
  • Kaufvertragsdaten oder bestehende Vereinbarungen mit Mietern (falls vorhanden)
  • Versicherungsnachweise (z. B. Wohngebäudeversicherung)
  • Unterlagen zu Reparaturen, Wartungen, Garagen/Stellplätzen
  • Bei Eigentumswohnungen bedarf es außerdem der Teilungserklärung samt Nachträgen und Teilungsplänen

Tipp: Manche Dokumente benötigen etwas Vorlaufzeit (z. B. bei Behördengängen oder Ämtern). Planen Sie dementsprechend genug Zeit ein.

Schritt 2: Den Wert der Immobilie ermitteln

Eine realistische Immobilienbewertung ist die Grundlage für alles Weitere: den Angebotspreis, Ihre Verhandlungsposition und das Vertrauen potenzieller Käufer. Nur wenn der ermittelte Wert stimmt, vermeiden Sie Unter- oder Überzahlung und erleichtern sich die Verhandlungen. 

Setzen Sie den Preis zu hoch an, schrecken Sie Interessenten ab und der Verkauf zieht sich unnötig in die Länge – oft, ohne am Ende mehr Geld zu erzielen. Zu niedrig bedeutet: Sie verschenken Geld und wecken möglicherweise Misstrauen bei Käufern, die einen Haken vermuten.

Drei Bewertungsverfahren im Überblick

Experten nutzen je nach Immobilientyp unterschiedliche Methoden, um den Marktwert zu ermitteln.

Das Vergleichswertverfahren ist die gängigste Methode: Der Wert wird aus tatsächlichen Verkaufspreisen ähnlicher Objekte in derselben Lage abgeleitet. Dabei fließen Faktoren wie Größe, Zustand, Ausstattung und Baujahr ein. Diese Methode funktioniert besonders gut bei Standardimmobilien in Regionen mit aktivem Marktgeschehen, wo ausreichend Vergleichsdaten vorliegen.

Beim Sachwertverfahren werden die Kosten einer Neuerrichtung berechnet und um die Alterswertminderung reduziert. Der Fokus liegt auf der baulichen Substanz, nicht auf Marktbewegungen. Diese Methode eignet sich vor allem für selbstgenutzte Immobilien oder besondere Objekte, bei denen Vergleichsdaten fehlen – etwa ein denkmalgeschütztes Haus oder ein individuell geplanter Neubau.

Das Ertragswertverfahren basiert auf den zu erwartenden Mieteinnahmen abzüglich laufender Kosten. Es beantwortet die Frage: Was ist die Immobilie als Kapitalanlage wert? Entsprechend ist diese Methode vor allem für vermietete Objekte und renditeorientierte Käufer relevant.

Makler, Gutachter oder Online-Bewertung?

Die Unterschiede sind größer, als viele denken – und jede Option hat ihre Berechtigung.

Ein Makler kennt den lokalen Markt und bewertet Ihre Immobilie in der Regel kostenlos. Seine Einschätzung basiert auf aktuellen Angebotspreisen und der Nachfrage vor Ort. Allerdings dient die Bewertung auch der Akquise, was die Objektivität beeinflussen kann. Für eine erste Markteinschätzung ist sie dennoch wertvoll.

Ein Gutachter oder Sachverständiger erstellt eine rechtlich belastbare Bewertung nach anerkannten Standards. Das kostet je nach Aufwand zwischen 500 und 1.500 €, liefert aber ein Dokument, das bei Banken, Gerichten oder dem Finanzamt Bestand hat. Bei Erbschaften, Scheidungen oder komplexen Finanzierungen ist ein Gutachten oft unerlässlich.

Online-Tools liefern innerhalb von Minuten eine kostenlose Ersteinschätzung auf Basis von Algorithmen und Datenbanken. Das ist hilfreich zur groben Orientierung, ersetzt aber keine Vor-Ort-Begutachtung. Besonderheiten wie der tatsächliche Zustand, die Mikrolage oder individuelle Ausstattungsmerkmale können diese Tools nicht erfassen.

Unser Tipp: Kombinieren Sie die Methoden. Starten Sie mit einer Online-Bewertung zur ersten Orientierung und lassen Sie den Wert anschließend von einem Experten vor Ort prüfen – sei es durch einen erfahrenen Makler oder einen zertifizierten Gutachter. 

Schritt 3: Den richtigen Angebotspreis festlegen

Eine realistische Preisfestlegung ist beim Hausverkauf entscheidend, denn sie bestimmt, wie schnell Sie einen Käufer finden, wie seriös das Angebot wirkt und welche Verhandlungsspielräume sich ergeben. Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied: Der Wert einer Immobilie ist der objektive, sachliche Betrachtungsgrundlage – er ergibt sich aus Bewertungen, Marktanalysen, Zustand, Lage und Renditepotential. 

Der Preis ist hingegen der vom Verkäufer festgelegte Angebotspreis im Inserat; er ist eine verhandelbare Größe, die oft über- oder unter dem ermittelten Wert liegen kann.

Kurze Verkaufszeiten bewusst planen

Ein zu hoch angesetzter Preis schreckt potenzielle Käufer ab, führt zu längeren Verkaufszeiten und verschlechtert oft das Verhandlungsergebnis. Ein zu niedriger Preis hingegen kann Geld kosten, weil der Marktwert nicht ausgeschöpft wird und der Käuferkreis größer erscheint als tatsächlich vorhanden. Praxis-Tipp: Ermitteln Sie den realistischen Wert mithilfe mehrerer Methoden (Vergleichswertverfahren, Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren) und lassen Sie idealerweise eine qualifizierte Begutachtung durchführen. Vergleichen Sie die Ergebnisse mit marktüblichen Preisen in Ihrer Lage und berücksichtigen Sie aktuelle Trends. Entwickeln Sie eine klare Preisstrategie: Beginnen Sie mit einem angemessenen Einstiegspreis nahe am realistischen Wert, setzen Sie Spielräume für Verhandlungen sinnvoll ein und definieren Sie eine Verhandlungsspanne, die Sie nicht unterschreiten möchten. 

Planen Sie einen Puffer für Verhandlungen ein: Ein typischer Verhandlungsspielraum liegt oft zwischen 3% und 8% unterhalb des Einstiegspreises, je nach Nachfrage, Objektzustand und Marktlage. Legen Sie außerdem fest, wann Sie bereit sind, flexibel zu reagieren (z. B. bei schnellen Angeboten oder zeitlich begrenzten Verkaufsdruck). Transparente Kommunikation, gute Vorbereitung von Unterlagen und eine überzeugende Präsentation erhöhen die Authentizität Ihres Angebots und erleichtern realistische Preisverhandlungen.

Schritt 4: Vermarktung und Exposé erstellen

Ein gutes Exposé ist das Aushängeschild Ihres Hauses und entscheidend für schnelle und seriöse Anfragen. Es sollte sorgfältig und übersichtlich aufgebaut sein: Eine klare Überschrift, die die wichtigsten Vorzüge zusammenfasst, gefolgt von einem sachlichen Kurzexposé mit Kerndaten wie Lage, Größe, Zimmeranzahl, Baujahr, Zustand, Energiekennwert und Nachbarschaft. Beschreiben Sie Besonderheiten wie Balkon, Garten, Stellplätze, Barrierefreiheit oder hochwertige Ausstattung. Ergänzen Sie das Exposé mit einem detaillierten Grundriss, aussagekräftigen Fotos in guter Qualität (groß, korrekt belichtet, aus verschiedenen Perspektiven), und idealerweise einem kurzen Video oder einer 360-Grad-Tour. Transparente Informationen zur Lage (Verkehrsanbindung, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Freizeit) helfen Interessenten, sich schnell hineinzuversetzen, ohne weiter vor Ort sein zu müssen. Wichtige rechtliche Hinweise gehören ebenfalls aufgezeigt: Energieausweis, relevanter Zustand der Immobilie, eventuelle Lasten, sowie ggf. Hinweise zur Vermietung.

Die richtige Werbeform finden

Ganzheitlich sinnvoll ist eine Kombination aus bewährten Kanälen. Nutzen Sie Immobilienportale, denn dort erreicht Ihre Anzeige viele potenzielle Käufer und bietet strukturierte Eingabemasken für alle relevanten Objektmerkmale. Achten Sie auf Details wie Grundriss, Energiekennwert und hochwertige Bilder. Dies ermöglicht eine bessere Auffindbarkeit und spricht die Interessenten zusätzlich an. Zusätzlich lohnt sich der Einsatz eines Makler-Netzwerks: Maklernetze erhöhen Reichweite, qualifizieren Anfragen vor und liefern oft schneller passende Kontakte, insbesondere bei komplexeren Objekten oder exklusiveren Häusern. In der Regel können auch regionale Anzeigen, Social-Media-Kanäle und Aushänge vor Ort sinnvoll sein, um zusätzlich Sichtbarkeit zu erzeugen.

Mit oder ohne Makler? Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Ein Makler übernimmt die professionelle Objektbewertung, erstellt das Exposé, kümmert sich um Besichtigungen, führt Verhandlungen und sorgt für rechtssicheren Abschluss. Weiterführende Informationen und konkrete Vorschläge erhalten Sie am Ende dieses Ratgebers.

Schritt 5: Besichtigungen durchführen

Eine sorgfältige Vorbereitung der Immobilie zahlt sich beim Verkauf doppelt aus: Aufräumen schafft einen übersichtlichen, ansprechenden ersten Eindruck, klare Ordnung lässt Räume größer wirken und erleichtert den Interessenten, sich vorzustellen, wie sie selbst wohnen könnten. Kleine Reparaturen kosten meist nicht viel, beseitigen aber schnell offensichtliche Mängel und verhindern Verzögerungen im Verkaufsprozess. Prüfen Sie daher vor der Besichtigung, ob Türen richtig schließen, Wasserhähne keine Tropfen verlieren, Heizkörper funktionieren, Fliesen keine Risse haben und Abdichtungen in Bad und Küche intakt sind. Sanfte Upgrades wie neue Dichtungen, strahlende Fensterbänke oder frische Farbanstriche in neutralen Tönen können den Wert sichtbar erhöhen, ohne das Budget zu sprengen. Stauraum schaffen, indem Sie überflüssigen Ballast entfernen oder ordentlich verstauen, hilft, Räume größer und heller wirken zu lassen. Zudem sollten Sie die Unterlagen zusammenstellen: Grundrisse, Baujahr, Energieausweis, Wartungsnachweise, Reparaturhistorie und sichtbare Mängel transparent offenlegen, damit Interessenten eine verlässliche Entscheidungsgrundlage haben.

Wie präsentiere ich die Immobilie am besten?

Bei der Vermarktung stehen Einzelbesichtigungen und Open House (Tag der offenen Besichtigung) zur Wahl. Einzelbesichtigungen bieten Flexibilität für potenzielle Käufer, ermöglichen diskrete Verhandlungen und verhindern Überlastung mit zu vielen Besuchern am selben Tag. Sie eignen sich gut, wenn die Immobilie besonders gefragt ist oder wenn Terminkoordination mit Eigentümern, Mietern oder Nachbarn sensibel ist. Open House schafft hingegen eine konzentrierte Nachfrage, steigert die Sichtbarkeit und erzeugt oft eine dynamische Verhandlungslage, weil mehrere Interessenten gleichzeitig präsent sind. Um beide Varianten sinnvoll zu nutzen, können Sie zunächst Einzeltermine anbieten und an einem geplanten Open House festhalten, falls die Nachfrage hierüber hinausgeht. Wichtig ist eine klare zeitliche Begrenzung der Besichtigungsfenster, eine strukturierte Ankunfts- und Registrierungsregelung sowie transparente Verhaltenshinweise.

Konkrete Informationen bereithalten

Was fragen Interessenten typischerweise? Käufer möchten oft eine schnelle Orientierung gewinnen: Wie ist der Zustand der Bausubstanz, wann wurden Sanitär- und Heizsysteme zuletzt gewartet, und gibt es größere Renovierungsbedarfe? Sie erkundigen sich nach Betriebskosten, Energieeffizienz, Nebenkosten, Heiz- und Stromverbrauch, Parkplatzsituation und Verkehrsanbindung. Weitere häufige Themen sind die Nachbarschaft, geplante Bauvorhaben in der Umgebung, Lärmpegel, Sicht- und Lichteinfälle, Altlasten oder rechtliche Einschränkungen wie Belastungen, Grunddienstbarkeiten oder Mietverhältnisse. Praktisch relevanten Fragen folgen oft zur Verfügbarkeit von Unterlagen: vorhandene Grundrisse, Energieausweis, Wartungsnachweise, Baupläne, Genehmigungen und Mängelprotokolle. Idealerweise bereiten Sie Antworten auf diese Fragen vor, sammeln Sie unterstützende Dokumente und kommunizieren Sie ehrlich, damit Interessenten eine solide, informierte Entscheidung treffen können.

Schritt 6: Verhandlung und Käufer auswählen

Eine solide Vorbereitung der Bonität potenzieller Käufer ist ein wichtiger Baustein eines sicheren Verkaufs. Bitten Sie Interessenten um eine Finanzierungsbestätigung, bevor Sie auf Verhandlungen eingehen. Eine solche Bestätigung zeigt, dass der Käufer finanziell in der Lage ist, den Kaufpreis zu leisten, und reduziert das Risiko von kurzfristigen Absagen oder zeitintensiven Verhandlungen, wenn der Kredit scheitert. Achten Sie darauf, dass sensible Daten geschützt bleiben: Vertraulichkeit wahren und nur notwendige Informationen austauschen. Eine seriöse Finanzierungsgarantie erhöht Ihre Verhandlungsposition und beschleunigt den Abschluss.

Welche Verhandlungsstrategie nutzen?

Häufig kann der beste Preis nicht am ersten Verhandlungstermin aufgerufen werden, sondern wenn Sie eine klare Verhandlungsstrategie verfolgen. Setzen Sie eine realistische Preisvorstellung als Ausgangspunkt fest, aber bleiben Sie flexibel bei Kernpunkten wie Übergabetermin, Instandsetzungsklauseln oder Möbelverkäufen. Beginnen Sie mit einem ehrlichen Angebotsspielraum, zum Beispiel einem gut begründeten Orientierungswert und einem oberen Zielpreis. Nutzen Sie die Bonität der Käufer als Hebel: Käufer mit geprüfter Finanzierung neigen eher zu verbindlichen Angeboten und schließen schneller ab. Verhandeln Sie zügig, aber geben Sie dem Gegenüber ausreichend Zeit, um Unterlagen zu beschaffen, vor allem wenn es um die Finanzierung und die Genehmigung des Kredites geht. Halten Sie alle Verhandlungsschritte dokumentiert fest und vermeiden Sie früh überhöhte Zugeständnisse, um Ihre Verhandlungsposition nicht zu verwässern.

Sie fragen sich, wann der richtige Käufer gefunden ist? Ein sicherer Anhaltspunkt ist die Kombination aus zwei Kennzahlen: einer geprüften Finanzierung und einer konkreten Kaufabsicht des Interessenten. Ein weiterer Indikator ist die Bereitschaft, sich verbindlich auf den Notartermin festzulegen, idealerweise mit einer Reservierung, die eine ernsthafte Absicht untermauert. Letztlich signalisiert der Abschluss eines notariellen Kaufvertrags unter Berücksichtigung aller vertraglich relevanten Punkte, dass der richtige Käufer gefunden ist: Der Käufer erfüllt die Finanzierungsvoraussetzungen, akzeptiert die vereinbarten Konditionen und befindet sich in einem rechtssicheren, zeitlich realistischen Rahmen.

Schritt 7: Notartermin und Übergabe

Beim Hausverkauf spielen Notar, Kaufvertrag, Übergabeprotokoll und Schlüsselübergabe zentrale Rollen. Zunächst passiert vieles über den Notar: Er informiert beide Parteien, prüft die Rechtskenntnisse, sorgt für eine rechtssichere Abwicklung und fertigt den Kaufvertragsentwurf an. Der Notar klärt offenen Fragen, weist auf Risiken hin und sorgt dafür, dass alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Sobald alle Bedingungen geklärt sind, wird ein Notartermin vereinbart, indem der Notar den Kaufvertrag vorliest und mittels Unterschriften aller Parteien den Kauf beurkundet. Erst mit dieser notariellen Beurkundung wird der Kauf rechtsverbindlich.

Wichtige Inhalte beim Kaufvertrag

Worauf Sie beim Kaufvertrag achten sollten: Der Vertrag muss alle wesentlichen Punkte enthalten: welche Immobilie verkauft wird, der Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten, Übergabetermin, etwaige An- oder Ablagen, Regeln zu Mietern oder bestehenden Belastungen, Grunddienstbarkeiten, Lasten und Lastenfreigaben sowie Besonderheiten wie zum Beispiel Bauverträge. Prüfen Sie Grundbuchdaten sorgfältig und achten Sie auf klare Formulierungen zum Übergabezustand und zu mitverkauften Gegenständen wie Küchen oder Möbel. Der Notar sorgt in enger Abstimmung mit Ihnen und dem Käufer dafür, dass der Vertrag rechtssicher ist - lassen Sie sich bei Unklarheiten aber rechtzeitig beraten.

Das Übergabeprotokoll ist ein zentrales Dokument, das den Zustand der Immobilie zum Übergabezeitpunkt festhält. Es dokumentiert Mängel, den Zustand von Türen, Fenstern, Sanitäranlagen, Heiztechnik, Elektrik, Treppen, Bodenbelägen sowie vorhandene Schlüssel, Zählerstände und verlegte Installationen. Ein detailliertes Protokoll verhindert spätere Streitigkeiten und dient als Beleg für den Käufer, was übernommen wird, und für den Verkäufer, was zurückgelassen oder repariert wird. Idealerweise wird das Protokoll gemeinsam unterzeichnet, und es enthält Fotos, Stichtage, Fristen für Mängelbehebung sowie eine Liste der übergebenen Gegenstände. Bei Bestandsimmobilien wird die Immobilie “gekauft wie gesehen”. Das heißt, dass im Übergabeprotokoll nur Mängel aufgenommen werden, die bei der Besichtigung noch nicht da waren oder nicht ersichtlich waren.

Der genaue Zeitpunkt der Schlüsselübergabe richtet sich nach dem vertraglich vereinbarten Übergabebeginn. Üblicherweise erfolgt die Schlüsselübergabe erst nach vollständiger Kaufpreiszahlung, der eine Vormerkung im Grundbuch vorhergeht. Wichtig ist, dass der Termin für Zahlung und Schlüsselübergabezeitpunkt im Kaufvertrag exakt festgelegt wird. 

Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Beim Hausverkauf kann sich der Prozess je nach Markt und Lage über drei bis sechs Monate erstrecken. Die durchschnittliche Dauer hängt von mehreren Faktoren ab: Der Preis setzt die Rahmenbedingungen – ein realistischer, marktfähiger Preis zieht eher Kaufinteresse an als eine zu hohe Forderung. Der Zustand der Immobilie beeinflusst die Attraktivität erheblich: gut gepflegte Häuser mit zeitgemäßer Ausstattung und energetischer Optimierung verzeichnen schnellere Verhandlungen. 

Die Nachfrage in der jeweiligen Region ist ebenfalls entscheidend: In stark nachgefragten Märkten wie in unserer Region Ludwigsburg und Umgebung gehen Angebote oft rascher über die Bühne, während in schwächer nachgefragten Gebieten längere Wartezeiten entstehen können. 

Weitere Einflussfaktoren sind die Transparenz der Unterlagen (Grundbuch, Lasten, Energieausweis), die Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Käufer, saisonale Schwankungen und die Flexibilität der Verhandlungsbereitschaft bei Terminen, Übergaben und Mitverkauf wie Möbel oder Inventar.

Um einen Hausverkauf zu beschleunigen haben wir einige Tipps auf der Hand:

  • Preis realistisch festlegen und gegebenenfalls frühzeitig eine Marktanalyse einholen.
  • Angebot attraktiv gestalten: ansprechende Fotos, ggf. kleinere Sanierungen oder Renovierungen vorab, klare Beschreibung von Zustand und Vorteilen.
  • Unterlagen bereithalten: Grundbuchauszug, Energieausweis, Bauunterlagen, Wartungsverträge – alles frühzeitig bereithalten und zeitnah auf Anfragen reagieren
  • Verhandlung zielgerichtet führen: klare Fristen setzen, späte Zugeständnisse vermeiden.
  • Bonität der Käufer prüfen: bitten Sie um Finanzierungsbestätigung oder Vorabprüfung, um unverbindliche Verzögerungen zu vermeiden.
  • Notarvorbereitung optimieren: rechtzeitige Abstimmung über Kaufpreis, Zahlungsmodalitäten und Übergabedatum, um Verzögerungen zu minimieren.
  • Übergabeprozesse koordinieren: Übergabepunkt, Zählerstände, Inventar klar definieren.

Durch proaktives Vorgehen, realistische Preisgestaltung und gute Käuferkommunikation lässt sich der Verkaufsprozess oft deutlich verkürzen.

Hausverkauf mit oder ohne Makler?

Viele Eigentümer stellen sich die Frage, ob sie einen Makler beauftragen oder den Verkauf selbst in die Hand nehmen sollen. Beide Wege haben ihre Berechtigung – die richtige Entscheidung hängt von Ihrer Zeit, Ihrer Erfahrung und der Komplexität des Verkaufs ab.

Ein erfahrener Makler übernimmt die Bewertung, Vermarktung, Besichtigungen und Verhandlungen, sorgt für eine rechtssichere Abwicklung und verfügt über ein bestehendes Käufer-Netzwerk. Gerade bei vermieteten Objekten, komplexen Eigentumsverhältnissen oder wenn Sie wenig Zeit haben, kann professionelle Unterstützung den Unterschied machen.

 Ein Verkauf ohne Makler spart die Provision, erfordert aber deutlich mehr Eigenleistung und birgt Risiken – von der Preisfindung bis zum Kaufvertrag. Was genau auf Sie zukommt, wenn Sie ohne Makler verkaufen möchten, [haben wir in unserem Ratgeber zusammengefasst]. (Link zum bereits bestehenden Artikel einfügen)

Die Mitarbeiter der Concept Living GmbH stehen Ihnen als regionaler Ansprechpartner in Ludwigsburg und Umgebung zur Verfügung. Wir unterstützen Sie beim gesamten Verkaufsprozess, erstellen eine marktgerechte Strategie und begleiten Sie von der fundierten Bewertung bis zur notariellen Beurkundung. Jetzt Kontakt aufnehmen.

Fazit: Gut vorbereitet zum erfolgreichen Hausverkauf

Ein gutes Gelingen ist nicht nur Formsache - für Ihren Hausverkauf bedarf es neben einiger Vorbereitungszeit auch Marktkenntnis für die Bewertung des Preises sowie das Feingefühl für die Interessenten. All das zusammen sind entscheidende Punkte für das Gesamtpaket „Hausverkauf“ und sorgt für einen optimalen Ablauf. Durch eine frühzeitige Sammlung aller benötigten Unterlagen sowie Klärung aller Eventualitäten wird Ihr Haus richtig am Markt platziert. Je besser Sie vorbereitet sind, desto weniger Preisverhandlungen und Nebengeräusche wird es im Ablauf geben - damit kann die Dauer des Hausverkaufes deutlich reduziert werden.

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